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Pastoraler Raum Mettingen Bistum Münster

Ruhestand für Diakon Markus Mäurer

Ein Glaubenszeugnis über 28 Jahre

 
„Ich habe keine anderen Hände als die Euren.“
Dieser Leitgedanke begleitet Markus Mäurer seit seiner Weihe zum Diakon in 2005. Nach insgesamt 28 Jahren im hauptamtlichen pastoralen Dienst beginnt für ihn am 1. Dezember 2026 der wohlverdiente Ruhestand. Doch ganz verabschieden müssen wir uns von ihm nicht: Als ehrenamtlicher Diakon wird er unserer Gemeinde auch weiterhin verbunden bleiben.

Von der Pastoral und Schulseelsorge zum Diakonat
Am 1. Oktober 1998 begann Markus Mäurer seinen Dienst zunächst als Pastoralreferent und Schulseelsorger in der Seelsorgeeinheit St. Agatha Mettingen und St. Mariä-Himmelfahrt Schlickelde. Sieben Jahre später, am 19. November 2005, wurde er im Münsteraner Dom zum Diakon geweiht.

In den vergangenen 28 Jahren hat er das Leben unserer Gemeinde auf vielfältige Weise geprägt. Mit großem Engagement widmete er sich der Tauf- und Firmpastoral. Er gründete einen Taufpastoralkreis, in dem Eltern von Kleinkindern auf die Taufe vorbereitet wurden und begleitete erwachsene Taufbewerber auf ihrem Weg zum Empfang des Sakraments.

Fast 20 Jahre lang stand er zudem für eine fundierte, vielseitige und lebendige Firmvorbereitung. Später übergab er die Verantwortung für die Firmkatechese an seine Nachfolger, um sich verstärkt seiner Aufgabe als Schulseelsorger an den Mettinger Schulen zu widmen und zugleich neue pastorale Schwerpunkte zu setzen.
Menschen begleiten und Glauben lebendig machen
Als Diplom-Theologe und Diplom-Psychologe lagen Markus Mäurer insbesondere die Geistliche Begleitung und die pastorale Gesprächsseelsorge am Herzen. Menschen auf ihrem persönlichen und geistlichen Weg zu begleiten, ihnen zuzuhören und ihnen dabei zu helfen, die christliche Botschaft besser zu verstehen, war für ihn ein wichtiger Teil seines Dienstes.

Auch seine besonderen Kirchenführungen in der St.-Agatha-Kirche und verschiedene Bibelprojekte machten Glauben auf eine besondere und anschauliche Weise erfahrbar. Seine Predigten brachten Dinge auf den Punkt und zeugten von einer tiefen persönlichen Glaubensüberzeugung.
Familien im Blick
Ein weiterer Schwerpunkt seiner Arbeit war die Familienseelsorge. Markus Mäurer pflegte Kontakte zum Kindergarten St. Agatha, begleitete Kinder- und Familienliturgiekreise und koordinierte deren Gottesdienste.

Gemeinsam mit dem Sachausschuss Familie des Pfarreirates organisierte er die Aktion „Fastenessen“.

Der von ihm initiierte „Lebendige Adventskalender“ erfreut sich bis heute großer Beliebtheit. Auch für das Team der Bücherei (KÖB) war er ein verlässlicher Ansprechpartner.
Diakon sein – mitten im Leben
Zum diakonischen Dienst gehörten für Markus Mäurer selbstverständlich auch die vielfältigen liturgischen Aufgaben: die Verkündigung und Auslegung des Evangeliums, die Leitung von Wortgottesdiensten, Trauungen und Taufen sowie die Beerdigung von Gemeindemitgliedern. Dazu kamen die Assistenz bei der Messfeier, Lektoren- und Kommunionhelferdienste und seine Mitarbeit im Pfarreirat.

Besonders wichtig war ihm die persönliche Begleitung von Menschen. Er besuchte kranke und ältere Gemeindemitglieder und brachte ihnen auf Wunsch die Hauskommunion.

So wurde sein Dienst immer wieder zu einem sichtbaren Zeichen dessen, was sein Weihe-Leitgedanke ausdrückt: für Menschen da zu sein und das Licht Christi weiterzutragen.

Eine besonders schöne Tradition ist dabei die Feier der Osternacht. Wenn Diakon Markus Mäurer die brennende Osterkerze feierlich in die dunkle Kirche trägt, wird dieses Bild zu einem eindrucksvollen Zeichen für die Botschaft von Ostern: Christus, das Licht, vertreibt die Dunkelheit.
 
Gemeinsam Glauben gestalten
Markus Mäurer ging es immer wieder darum, Menschen zusammenzubringen, Gemeinschaft zu schaffen und Glauben auf vielfältige und kreative Weise erlebbar zu machen.

Mit der Aktion „Wir stimmen uns ein“ lud er mitten im Advent dazu ein, innezuhalten und sich in stimmungsvoller Atmosphäre auf Weihnachten einzustimmen. Gemeinsames Singen, Geschichten und das bewusste Einlassen auf Gedanken und Impulse sollten dabei helfen, die Hektik der Adventszeit für einen Moment hinter sich zu lassen und sich auf das Weihnachtsfest vorzubereiten.
 
Ein weiteres besonderes Projekt entstand 2015. Markus Mäurer konnte eine Gruppe von Frauen dafür begeistern, biblische Erzählfiguren, sogenannte Egli-Figuren, herzustellen. Mit diesen Figuren wurde ein „Ostergarten“ gestaltet, der seitdem jedes Jahr aufs Neue Menschen aus nah und fern, Jung und Alt begeistert. Auf anschauliche und eindrucksvolle Weise werden darin die biblischen Geschehnisse rund um Leiden, Tod und Auferstehung Jesu erfahrbar.

Ein besonderes Beispiel für das gemeinsame Glaubensengagement ist auch die Aktion „Kirchenfenster des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe“, die Markus Mäurer 2018 im Rahmen unseres Pastoralplans gemeinsam mit seinem Team entwickelte. Unter Beteiligung zahlreicher Vereine und Gruppen sowie vieler Einzelpersonen aus der ganzen Gemeinde entstanden mehr als 140 kreative Glaubenszeugnisse.

Auch der „Abend des Glaubens“ gehört zu den besonderen Projekten, die er mit seinem Team auf den Weg gebracht hat. Bereits zum dritten Mal wurde dieser Abend mit anschließender Agapefeier durchgeführt – ein besonderes Highlight nicht nur für die Pfarrgemeinde, sondern auch für viele Gäste aus der näheren und weiteren Umgebung.
 
Dankbar zurückblicken
Auf all das und auf sein Glaubenszeugnis, das Markus Mäurer an vielen Orten und gegenüber vielen Menschen gegeben hat, blicken wir dankbar zurück.

Sein Dienst war geprägt von fachlicher Kompetenz, persönlichem Engagement und vor allem von der Bereitschaft, Menschen zuzuhören, sie zu begleiten und ihnen den Glauben näherzubringen.

Rückhalt und Unterstützung fand Markus Mäurer all die Jahre in seiner Familie, bei seiner Ehefrau Martina und seinen beiden Söhnen Johannes und David. Auch ihnen gilt unser Dank für die Begleitung und Unterstützung, die seinen langjährigen Dienst mitgetragen haben.
 
„Als Diakon geht man niemals so ganz“
Am 1. Dezember 2026 beginnt für Markus Mäurer als hauptamtlicher Diakon ein neuer Lebensabschnitt. Doch „als Diakon geht man niemals so ganz“.

Auch im Ruhestand wird er weiterhin ehrenamtlich als Diakon tätig sein – unter anderem in der Geistlichen Begleitung, bei der Sakramentenspendung, bei mystagogischen Kirchenführungen, Glaubensabenden und im Predigtdienst.

Und auch räumlich bleibt er unserer Gemeinde verbunden: Er wird weiterhin in Mettingen wohnen.
Wir sagen Danke für 28 Jahre engagierten pastoralen Dienst, für viele Begegnungen, für gute Worte und offene Ohren, für Glaubensimpulse und gemeinsames Feiern – und für das persönliche Glaubenszeugnis, das Markus Mäurer unserer Gemeinde geschenkt hat.

Für seinen neuen Lebensabschnitt wünschen wir ihm von Herzen Gesundheit, Zeit für die Familie und vor allem:
 
Gottes reichen Segen!

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