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Bistum Münster

Das Letzte Abendmahl

Bildbeschreibung
Das obere linke Bild (links) des Hungertuchs zeigt Jesus, wie er Brot und Wein den Jüngern reicht – Zeichen tiefer Gemeinschaft und Liebe. Es ist der Abend vor seinem Leiden. Jesus spricht Worte der Hingabe: „Das ist mein Leib. Das ist mein Blut.“

Bibeltext
Während des Mahls nahm Jesus das Brot und sprach den Lobpreis; dann brach er das Brot, reichte es den Jüngern und sagte: Nehmt und esst; das ist mein Leib. Dann nahm er den Kelch, sprach das Dankgebet, gab ihn den Jüngern und sagte: Trinkt alle daraus; das ist mein Blut des Bundes, das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden. (Matthäus 26,26–28 EU 2016)

Bildauslegung / Betrachtung
Das Abendmahl zeigt uns das Herz Gottes in seiner Hingabe. Jesus lädt uns ein, Teil seiner Gemeinschaft zu sein und seine Liebe zu empfangen. In der Eucharistie wird diese Hingabe fortgesetzt: Christus schenkt sich real, sakramental und bleibend. Die Szene des Hungertuchs erinnert uns daran, dass Gottes Liebe stärker ist als Verrat, Verlassenheit und Tod.

Geistlicher Impuls
Das Hungertuch lädt uns ein, unseren eigenen Hunger zu spüren – Hunger nach Sinn, Nähe, Versöhnung, nach Gott. Christus antwortet auf diesen Hunger nicht mit Worten, sondern mit sich selbst.
Er lädt uns ein:
- an seinen Tisch
- in seine Gemeinschaft
- in seine Liebe
Wir kommen nicht als Vollkommene, sondern als Empfangende. Wir bringen unsere Armut, unsere Fragen, unsere Schuld – und er schenkt sich uns als Brot des Lebens.

Möge diese Fastenzeit eine Zeit werden, in der wir neu verstehen:
Christus ist unsere Speise.
Christus ist unser Heil.
Christus ist unsere Hoffnung.