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Bistum Münster

Das leere Grab / Die Auferstehung

Bildbeschreibung:
Das Grab ist geöffnet. Der schwere Stein ist weggewälzt. Ein Engel sitzt darauf, sein Gewand leuchtet wie Schnee. Die Frauen stehen staunend und erschrocken vor der leeren Grabstätte. Das Grab, Ort des Todes und der Hoffnungslosigkeit, ist nicht mehr verschlossen – es ist geöffnet vom Licht Gottes. In die Dunkelheit bricht neues Leben hinein.

Bibeltext
Und siehe, es geschah ein gewaltiges Erdbeben; denn ein Engel des Herrn kam vom Himmel herab, trat an das Grab, wälzte den Stein weg und setzte sich darauf. Sein Aussehen war wie ein Blitz und sein Gewand weiß wie Schnee.  Der Engel aber sagte zu den Frauen: Fürchtet euch nicht! Ich weiß, ihr sucht Jesus, den Gekreuzigten. Er ist nicht hier; denn er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt her und seht euch den Ort an, wo er lag! Dann geht schnell zu seinen Jüngern und sagt ihnen: Er ist von den Toten auferstanden. (Mt 28,2-3.5-7a EU 2016)

Bildauslegung / Betrachtung
Das leere Grab ist kein Zeichen von Verlust, sondern von Verwandlung. Was als endgültiges Scheitern erschien, wird zum Beginn neuen Lebens. Gott hat das letzte Wort – nicht der Tod.
Die Auferstehung ist kein Trostbild, sondern Wirklichkeit des Glaubens. Christus lebt. Der Gekreuzigte ist der Auferstandene. Das Grab bleibt leer, weil das Leben stärker ist als jede Finsternis.
Im geöffneten Grab zeigt sich Gottes Treue. Was Jesus verheißen hat, erfüllt sich. Der Stein, der alles verschließen wollte, ist weggewälzt. Hoffnung wird sichtbar.
Ostern bedeutet: Kein Leid, keine Schuld, keine Nacht unseres Lebens ist endgültig. Gott kann öffnen, was verschlossen scheint. Er kann verwandeln, was tot wirkt.

Geistlicher Impuls
Wo erlebe ich in meinem Leben „verschlossene Gräber“ – Situationen ohne Ausweg, Erfahrungen von Verlust oder Hoffnungslosigkeit?
Die Auferstehung lädt uns ein, neu zu vertrauen. Auch wenn wir noch zwischen Furcht und Freude stehen – Gott handelt.
Vielleicht dürfen wir in dieser Fastenzeit – im Blick auf Ostern – hören:
„Fürchte dich nicht.“

Christus lebt.
Und mit ihm wächst in uns die Hoffnung, dass auch unser Leben verwandelt wird.