Impuls für die Karwoche und
Ostern 2026
Als Anregung zum Innehalten, Nachdenken oder Beten
Impuls zu OSTERN
ER ist wahrhaft auferstanden!
„Christus ist auferstanden“, sagen Christen nach der Osternacht zueinander – und sie antworten mit den Worten: „Er ist wahrhaft auferstanden!“
Aber stimmt das auch?
Als ich vor Jahren nach fast zwei Jahrzehnten des Atheismus begann, endlich einmal konstruktiv über den christlichen Glauben nachzudenken, hielt ich die Behauptung einer leiblichen Auferstehung Jesu von den Toten für unannehmbar. Menschen stehen bekanntlich nicht von den Toten auf, und etwas anderes glauben zu sollen, betrachtete ich als intellektuelle Zumutung. Und dennoch kam ich um diese Frage nicht herum. Gerade an ihr entscheidet sich das Christsein. Denn wie der Apostel Paulus schreibt: „Wenn ... Christus nicht auferweckt worden ist, ist euer Glaube nutzlos“ (1.Korinther 15,17). Christentum ohne Auferstehung – das ging nicht!
Ich musste es also genauer wissen. Als Wissenschaftler interessierte mich dabei nicht, was Theologen dazu zu sagen hatten (dass diese gläubig sind, unterstellte ich als Selbstverständlichkeit), sondern die Geschichtswissenschaft. Und ich war überrascht: Die Quellenlage zu dieser Frage ist erstaunlich gut. Über keine andere Person der Antike wissen Historiker so viel wie über Jesus Christus.
Aber ist er auch auferstanden?
Ich stellte fest, dass es aus geschichtswissenschaftlicher Sicht eine ganze Reihe guter Gründe gibt, das für möglich zu halten. Es war aber ein Argument, das mir buchstäblich die Schuhe auszog: das Argument der Märtyrer. Nach der Kreuzigung Jesu ließen seine Jünger alles stehen und liegen und zogen in die Welt hinaus, um zu verkündigen, dass Jesus von den Toten auferstanden sei. Und selbst unter Todesdrohung wichen sie nicht von dieser Behauptung ab, sondern wurden lieber zu Märtyrern: Stephanus wurde ca. 36 n. Chr. gesteinigt (Apostelgeschichte 7-8), Jakobus ca. 44 n. Chr. enthauptet, Andreas und Petrus wurden in den 60er Jahren gekreuzigt, Thomas ca. 72 n.Chr. in Indien erstochen.
Aber, so dachte ich mir, was beweist Märtyrertum schon? Es gab doch schon viele Menschen, die bereit waren, für irgendwelche politischen oder religiösen Ideen zu sterben, die nicht alle zugleich wahr gewesen sein können. Märtyrertum als solches ist doch kein Wahrheitskriterium!
Das stimmt, argumentieren die Historiker, aber die Situation in der Urkirche war völlig anders. Denn die nicht-christlichen Märtyrer konnten immerhin glauben, dass die Ideen, für die sie ihr Leben gaben, wahr waren. Den urchristlichen Jüngern Jesu aber war dieser Weg versperrt:
Wenn Jesus nämlich tatsächlich nicht von den Toten auferstanden wäre, dann hätten seine Jünger gewusst, dass die Idee, für die zu sterben sie bereit waren, falsch war.
Sie hätten gewusst, dass das Grab nicht leer war.
Sie hätten gewusst, dass Jesus ihnen nicht erschienen war.
Sie hätten gewusst, dass er nicht mit ihnen gegessen und getrunken hatte usw.
Wer aber würde eine Lüge erfinden und sich lieber dafür umbringen lassen, als sie zu widerrufen?
Als ich das endlich annehmen konnte, wusste ich, dass ich mein Leben ändern musste. Nach über 20 Jahren ging ich erstmals wieder zur Beichte. Als der Priester mir die Absolution erteilte, spürte ich eine unglaubliche Befreiung. Gott schien mir zum Greifen nahe. Die Erlösung, die Tod und Auferstehung Jesu schenken, war geradezu physisch spürbar. Ich kann mich nicht erinnern, jemals glücklicher gewesen zu sein.
Aber stimmt das auch?
Als ich vor Jahren nach fast zwei Jahrzehnten des Atheismus begann, endlich einmal konstruktiv über den christlichen Glauben nachzudenken, hielt ich die Behauptung einer leiblichen Auferstehung Jesu von den Toten für unannehmbar. Menschen stehen bekanntlich nicht von den Toten auf, und etwas anderes glauben zu sollen, betrachtete ich als intellektuelle Zumutung. Und dennoch kam ich um diese Frage nicht herum. Gerade an ihr entscheidet sich das Christsein. Denn wie der Apostel Paulus schreibt: „Wenn ... Christus nicht auferweckt worden ist, ist euer Glaube nutzlos“ (1.Korinther 15,17). Christentum ohne Auferstehung – das ging nicht!
Ich musste es also genauer wissen. Als Wissenschaftler interessierte mich dabei nicht, was Theologen dazu zu sagen hatten (dass diese gläubig sind, unterstellte ich als Selbstverständlichkeit), sondern die Geschichtswissenschaft. Und ich war überrascht: Die Quellenlage zu dieser Frage ist erstaunlich gut. Über keine andere Person der Antike wissen Historiker so viel wie über Jesus Christus.
Aber ist er auch auferstanden?
Ich stellte fest, dass es aus geschichtswissenschaftlicher Sicht eine ganze Reihe guter Gründe gibt, das für möglich zu halten. Es war aber ein Argument, das mir buchstäblich die Schuhe auszog: das Argument der Märtyrer. Nach der Kreuzigung Jesu ließen seine Jünger alles stehen und liegen und zogen in die Welt hinaus, um zu verkündigen, dass Jesus von den Toten auferstanden sei. Und selbst unter Todesdrohung wichen sie nicht von dieser Behauptung ab, sondern wurden lieber zu Märtyrern: Stephanus wurde ca. 36 n. Chr. gesteinigt (Apostelgeschichte 7-8), Jakobus ca. 44 n. Chr. enthauptet, Andreas und Petrus wurden in den 60er Jahren gekreuzigt, Thomas ca. 72 n.Chr. in Indien erstochen.
Aber, so dachte ich mir, was beweist Märtyrertum schon? Es gab doch schon viele Menschen, die bereit waren, für irgendwelche politischen oder religiösen Ideen zu sterben, die nicht alle zugleich wahr gewesen sein können. Märtyrertum als solches ist doch kein Wahrheitskriterium!
Das stimmt, argumentieren die Historiker, aber die Situation in der Urkirche war völlig anders. Denn die nicht-christlichen Märtyrer konnten immerhin glauben, dass die Ideen, für die sie ihr Leben gaben, wahr waren. Den urchristlichen Jüngern Jesu aber war dieser Weg versperrt:
Wenn Jesus nämlich tatsächlich nicht von den Toten auferstanden wäre, dann hätten seine Jünger gewusst, dass die Idee, für die zu sterben sie bereit waren, falsch war.
Sie hätten gewusst, dass das Grab nicht leer war.
Sie hätten gewusst, dass Jesus ihnen nicht erschienen war.
Sie hätten gewusst, dass er nicht mit ihnen gegessen und getrunken hatte usw.
Wer aber würde eine Lüge erfinden und sich lieber dafür umbringen lassen, als sie zu widerrufen?
Als ich das endlich annehmen konnte, wusste ich, dass ich mein Leben ändern musste. Nach über 20 Jahren ging ich erstmals wieder zur Beichte. Als der Priester mir die Absolution erteilte, spürte ich eine unglaubliche Befreiung. Gott schien mir zum Greifen nahe. Die Erlösung, die Tod und Auferstehung Jesu schenken, war geradezu physisch spürbar. Ich kann mich nicht erinnern, jemals glücklicher gewesen zu sein.

Und so wurde es zu mir zu einer tiefen inneren Überzeugung:
Der Stein ist weg, das Grab ist leer! Gott hat die Uhr neu gestellt. Der Tod ist überwunden. Was verloren war, ist erlöst. Das alles ist keine fromme Phantasterei, sondern Realität! Eine Realität, die für ein Leben trägt!
Denn ER lebt!
Christus ist auferstanden!
ER ist wahrhaft auferstanden!
Christus ist auferstanden!
ER ist wahrhaft auferstanden!
Prof. Dr. Christian Müller, Diakonanwärter
Lesetipp:
Jürgen Spieß: Ist Jesus auferstanden?
Ein Historiker zur Auferstehung Jesu,
4. Auflage, Edition SMD: Marburg 2011
Jürgen Spieß: Ist Jesus auferstanden?
Ein Historiker zur Auferstehung Jesu,
4. Auflage, Edition SMD: Marburg 2011
Impuls in der Karwoche
KARFREITAG
K – Kriege, Katastrophen
A – Aggressoren, Ausbomben, Angst
R – Rachsüchtig, Radikal, Rücksichtslos
F – Feindselig, Falschheit, Fadenscheinig
R – Respektlos, Rabiat, Rassistisch
E – Erbarmungslos, Eiskalt, Eigensüchtig
I – Irrsinn, Intrigant, Immoralisch,
T – Totalitär, Tückisch, Teuflisch
A – Asozial, Amoralisch, Ausgenutzt
G – Grausam, Gewissenlos, Gnadenlos
A – Aggressoren, Ausbomben, Angst
R – Rachsüchtig, Radikal, Rücksichtslos
F – Feindselig, Falschheit, Fadenscheinig
R – Respektlos, Rabiat, Rassistisch
E – Erbarmungslos, Eiskalt, Eigensüchtig
I – Irrsinn, Intrigant, Immoralisch,
T – Totalitär, Tückisch, Teuflisch
A – Asozial, Amoralisch, Ausgenutzt
G – Grausam, Gewissenlos, Gnadenlos
Damals, zur Zeit Jesu wie heute – immer präsent, bringt es den Tod.
Ich denke an eine Figur auf dem „Berg der Kreuze“ in Litauen:
„GALESTIN GOJI JEZAUS SIRIDIS – MUSU VILTIS JEZAU PASITIKIME TAVIMI”
frei übersetzt:
“Heiligstes Herz Jesu – unsere Hoffnung.
Jesus, dem wir vertrauen.“
"O barmherzigstes Herz Jesu – unsere Hoffnung.
Jesus, sei bei und in uns!“
Wer einmal auf diesem Berg war, so wie ich, fragt sich:
Wieviel Leid kann/muss der Mensch aushalten?
Alle drei Weltreligionen berufen sich auf die 10 Gebote, die Mose erhalten hat:
die Juden auf JHWH,
die Christen auf Gott,
die Muslime auf Allah.
Eines der Gebote heißt: „Du sollst nicht töten!“
Keiner von ihnen hält sich daran.
Ich denke an eine Figur auf dem „Berg der Kreuze“ in Litauen:
„GALESTIN GOJI JEZAUS SIRIDIS – MUSU VILTIS JEZAU PASITIKIME TAVIMI”
frei übersetzt:
“Heiligstes Herz Jesu – unsere Hoffnung.
Jesus, dem wir vertrauen.“
"O barmherzigstes Herz Jesu – unsere Hoffnung.
Jesus, sei bei und in uns!“
Wer einmal auf diesem Berg war, so wie ich, fragt sich:
Wieviel Leid kann/muss der Mensch aushalten?
Alle drei Weltreligionen berufen sich auf die 10 Gebote, die Mose erhalten hat:
die Juden auf JHWH,
die Christen auf Gott,
die Muslime auf Allah.
Eines der Gebote heißt: „Du sollst nicht töten!“
Keiner von ihnen hält sich daran.
Wandeln wir doch den Karfreitag um:
K – Konstruktiv, Klugheit, Kreativ
A – Achtsamkeit, Aufgeschlossen, Aufrichtig
R – Rücksichtsvoll, Respektvoll, Realistisch
F – Fair, Feinfühlig, Friedlich
R – Ruhig, Reflektiert, Rational
E – Ehrlich, Einfühlsam, Ermutigend
I – Intelligent, Intensiv, Ideenreich
T – Taktvoll, Tolerant, Tröstend
A – Authentisch, Altruistisch, Ambitioniert
G – Gelassenheit, Geborgenheit, Glück
K – Konstruktiv, Klugheit, Kreativ
A – Achtsamkeit, Aufgeschlossen, Aufrichtig
R – Rücksichtsvoll, Respektvoll, Realistisch
F – Fair, Feinfühlig, Friedlich
R – Ruhig, Reflektiert, Rational
E – Ehrlich, Einfühlsam, Ermutigend
I – Intelligent, Intensiv, Ideenreich
T – Taktvoll, Tolerant, Tröstend
A – Authentisch, Altruistisch, Ambitioniert
G – Gelassenheit, Geborgenheit, Glück
Das ist der Wille JHWHs
Das ist der Wille Gottes
Das ist der Wille Allahs
Da fängt (echter) Friede an. Wie hat es Jesus geäußert?
Das ist der Wille Gottes
Das ist der Wille Allahs
Da fängt (echter) Friede an. Wie hat es Jesus geäußert?
„Der Friede sei mit Euch!“
Irmgard Heidemann, Pastoralreferentin

Impuls in der Karwoche
GRÜNDONNERSTAG
Der Gründonnerstag öffnet die Türe zur Feier des größten Geheimnisses unseres Glaubens:
Dem Weg vom Mahl durch Leiden und Tod zum unvergänglichen Leben der Auferstehung.
Abendmahl Jesu, das Fest der hl. Eucharistie,
ist eine transformierte Form des Jüdischen Passahfestes.
Jesus beginnt das Fest mit der Fußwaschung seiner Jünger.
Jesus kniet nieder und sagt:
„Ich habe euch ein Beispiel gegeben“ (Joh 13,15).
Dienen ist kein Zusatz – es ist der Kern.
Dann nimmt er Brot und spricht:
„Das ist mein Leib für euch“ (1 Kor 11,24).
Er gibt sich selbst – nicht nur Worte, sondern Leben.
Und beides weist auf Karfreitag:
„Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben hingibt“ (Joh 15,13).
Diese Liebe ist konkret.
Mutter Teresa sagte:
„Nicht alle können große Dinge tun, aber wir können kleine Dinge mit großer Liebe tun.“
Gründonnerstag fragt uns:
Bin ich bereit zu dienen?
Bin ich bereit zu teilen?
Bin ich bereit,
auch das Kreuz nicht auszuklammern?
In der Heiligen Eucharistie empfangen wir Christus.
In der Heiligen Eucharistie, im Abendmahl empfangen wir Christus.
In unserem täglichen Leben sollen andere Jesus in uns erkennen.
Oder einfach gesagt:
Was wir heute feiern, sollen wir morgen leben.
Pater Shaji George OIC
Dem Weg vom Mahl durch Leiden und Tod zum unvergänglichen Leben der Auferstehung.
Abendmahl Jesu, das Fest der hl. Eucharistie,
ist eine transformierte Form des Jüdischen Passahfestes.
Jesus beginnt das Fest mit der Fußwaschung seiner Jünger.
Jesus kniet nieder und sagt:
„Ich habe euch ein Beispiel gegeben“ (Joh 13,15).
Dienen ist kein Zusatz – es ist der Kern.
Dann nimmt er Brot und spricht:
„Das ist mein Leib für euch“ (1 Kor 11,24).
Er gibt sich selbst – nicht nur Worte, sondern Leben.
Und beides weist auf Karfreitag:
„Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben hingibt“ (Joh 15,13).
Diese Liebe ist konkret.
Mutter Teresa sagte:
„Nicht alle können große Dinge tun, aber wir können kleine Dinge mit großer Liebe tun.“
Gründonnerstag fragt uns:
Bin ich bereit zu dienen?
Bin ich bereit zu teilen?
Bin ich bereit,
auch das Kreuz nicht auszuklammern?
In der Heiligen Eucharistie empfangen wir Christus.
In der Heiligen Eucharistie, im Abendmahl empfangen wir Christus.
In unserem täglichen Leben sollen andere Jesus in uns erkennen.
Oder einfach gesagt:
Was wir heute feiern, sollen wir morgen leben.
Pater Shaji George OIC


Impuls in der Karwoche
PALMSONNTAG
Palmsonntag ist widersprüchlich
(gekürzt und bearbeitet nach Olaf Lindenberg)
Palmsonntag ist widersprüchlich. Jesus reitet auf einem Esel, nicht auf einem prunkvollen Pferd. Ein Esel war damals praktisch, wurde aber auch als „unrein“ angesehen. Die Menschen riefen zuerst „Hosanna dem Sohne Davids“, doch nur wenige Tage später riefen dieselben Leute „Kreuzige ihn!“. Jesus trägt keine Lorbeerkrone, sondern eine Dornenkrone.
Palmsonntag ist widersprüchlich. Diese Gegensätze zeigen nicht nur das Schicksal Jesu. Licht und Schatten gehören auch zu unserem Leben. Es gibt gute Zeiten und schwere Zeiten. Oft ist nicht alles eindeutig schwarz oder weiß, sondern grau gemischt. Palmsonntag und die ganze Karwoche zeigen diese Spannung deutlich.
Gott ist in beiden Welten da: in Momenten des Widerspruchs und in Momenten der Zuversicht. Gehen wir mutig durch die wechselnden Zeiten unseres Lebens, denn Gottes Zusage begleitet uns.
Eine gesegnete Karwoche wünscht
Pastoralreferentin
Christiane Dettmer
Palmzweig über einer aufgeschlagenen Bibel © Erzbistum Köln/Munns
Fastenimpuls online
vom 18.02. bis 05.04.2026
An dieser Stelle erhalten Sie in der Fastenzeit jeden Mittwochmorgen und in der Karwoche am Palmsonntag, Gründonnerstag, Karfreitag und Ostern einen kurzen geistlichen Impuls über unsere St.-Agatha-App.
Die St. Agatha App
An dieser Stelle erhalten Sie in der Fastenzeit jeden Mittwochmorgen und in der Karwoche am Palmsonntag, Gründonnerstag, Karfreitag und Ostern einen kurzen geistlichen Impuls über unsere St.-Agatha-App.
Die Gedanken laden dazu ein, im Alltag einen Moment innezuhalten, nachzuspüren oder zu beten – ganz flexibel und passend zum eigenen Tagesrhythmus.
Die 40 Tage von Aschermittwoch bis Ostern sind eine besondere Zeit, um Gewohntes zu hinterfragen, neue Perspektiven zu entdecken und dem eigenen Glauben neu Raum zu geben.
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