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Bistum Münster

Die Walcker-Orgel


in der Kapelle des
St. Elisabeth-Hospitals

Die Orgel auf der Empore
2011 - Herbert Brügge testet das `neue´ Instrument
Würzburg, 09. Juni 2011:
Herbert Brügge testet das `neue´ Instrument für die Kapelle der Reha-Klinik St. Elisabeth-Hospital, Mettingen

Historisches:


Mit der großen Renovierung der Krankenhauskapelle im Jahre 2011 musste die alte Walcker-Orgel, die seit 1988 zu ebener Erde im hinteren Teil der Kapelle stand, aus Platzmangel weichen. Noch während der Renovierungsarbeiten entstand die Idee, die 1983 geschlossene Empore wieder zu öffnen, um sie als kleine Orgelbühne nutzen zu können. Dafür musste allerdings ein relativ kleines, aber für die Kapelle klanglich ausreichendes Instrument gesucht werden.

Orgelfachmann Herbert Brügge wurde nach intensiver Internet-Recherche fündig. Er hatte eine Pfeifenorgel, ebenfalls von der Fa. Walcker entdeckt, die bei einem ehemaligen Musikalien- und Instrumentenhändler in Würzburg stand. Dieser hatte die Orgel in Zahlung genommen und nun im Internet angeboten. Am 09. Juni 2011 inspizierten Herbert Brügge und der ehemalige Verwaltungsleiter des St. Elisabeth-Hospitals Hubert Baune das Instrument. Die Orgel klang erstaunlich gut. Sie war technisch in bestem Zustand und vor allem entsprachen die Maße  genau der Maximalhöhe und -breite, die die Empore vorgab. Baune entschloss sich, die Orgel zu kaufen und so fuhren die beiden am 23. August 2011, diesmal mit einem Kleinlaster nach Würzburg, bauten die Orgel dort ab und transportierten sie nach Mettingen.

Architekt Alfred-J. Brinkhaus ließ inzwischen zusätzliche Stahlträger in die Orgelbühne einbauen, damit sie das Gewicht der Orgel tragen konnte. Sodann wurde die Brüstung der Empore passgenau für das Orgelpositiv ausgeschnitten. Dem neuen Flair der Kapelle entsprechend erhielten die äußeren Eichenholzpfeifen noch einen dunklen Anstrich.

Die Orgel besitzt kein eigenes Pedal, jedoch eine Pedalklaviatur zum Anschluss an einen sog. digitalen Orgel-Expander. Dieser Expander (Accupipe CM 100 des Herstellers Viscount) erzeugt über Background-Lautsprecher Basstöne, die für den Laien nicht von echten Orgelpfeifenklängen zu unterscheiden sind.

Mit der Einsegnung der frisch renovierten Kapelle am 01. November 2011, dem Allerheiligen-Fest, erklang die neue Orgel zum ersten Mal bei einem Gottesdienst im Hospital.

Disposition:


Ein Manual
54 Tasten, C - f´´´

5 Register


Gedackt 8´ (Eiche, alle übrigen Zinn)
Rohrflöte 4´
Prinzipal 4´
Oktave 2´
Mixtur 2-3fach
Schleiflade
 

Pedal:

Subbass 16´(digital)
27 Tasten Pedal-Klaviatur
C - d´
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