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Bistum Münster

Klausurtagung Pastoralteam für St. Agatha und St. Margaretha


„Vieles ist in Bewegung“ Diese Feststellung stand über dem Klausurtag, zum dem sich das Seelsorgeteam für Mettingen und Westerkappeln ins Haus Ohrbeck zurückgezogen hatte; denn mit dem Amtsantritt des neuen Pastors Benedikt Ende, der als erster Pfarrer für beide Pfarrgemeinden zuständig ist, verschieben sich auch die Perspektiven bei den Seelsorgerinnen und Seelsorgern, die vom Bistum auch eine Beauftragung für St. Agatha und St. Margaretha bekommen haben. In diesem Team gibt es nicht nur über die Einarbeitungszeit eines neuen „Chefs“ viel Bewegung, gleichzeitig verlässt zu Ostern mit Josef Jans-Wenstrup ein langjähriger pastoraler Mitarbeiter die Pfarrei, während der Pastoralreferent aus Westerkappeln Stefan Wessels Ostern aus der Elternzeit zurückkehrt. Das Bistum Münster hat die Stelle von Jans-Wenstrup im Amtsblatt offiziell zur Neubesetzung ausgeschrieben, aber die Erfahrungen aus anderen Pfarrgemeinden am Rande des Bistums zeigen, dass es oft längere Wartezeiten gibt, bis sich beim Bistum Mitarbeiter oder Mitarbeiterinnen melden, die auch bereit sind, an den Niederrhein oder ins nördliche Münsterland zu gehen.

Bewegung gibt es dann auch dadurch, dass in beiden Kirchengemeinden sowohl der Kirchenvorstand als auch der Pfarreirat neu gewählt wurden und nun damit beschäftigt sind, ihre Arbeitsschwerpunkte zu entwickeln. Die lange Zeit, in der Corona das Gemeindeleben eingeschränkt hat, stellt die Pfarreien ebenso vor neue Herausforderungen, denn trotz der Lockerung der staatlich verordneten Beschränkungen stellen viele Pfarrgemeinden fest, dass nicht alle Aktivitäten, die es vor Corona gab, auch nachher wieder aufgenommen werden oder dass die Teilnehmerzahlen bei Gottesdiensten, in der Messdienerarbeit und der Jugendarbeit insgesamt und auch an vielen anderen Stellen zurückgegangen sind. Viele Pfarreien berichten von diesen Rückgängen, die vielleicht auch ohne Corona gekommen wären, aber wahrscheinlich dadurch doch deutlich beschleunigt wurden.

So nahm das Team um Pfarrer Ende zunächst auf dem Klausurtag Zeit für eine ausführliche „Bestandsaufnahme“ des kirchlichen Lebens in Mettingen und in Westerkappeln. Das Fazit dieser Analyse zeigt aber auch, dass es viele Menschen gibt, die das kirchliche Leben in beiden Pfarreien mittragen und dass viele Aktivitäten nun nach und nach wieder aufgenommen werden. Nach der Bestandsaufnahme ging es im Team dann um die Frage, wer aus dem Team welche Dinge im Bereich der Katechesen und der Gruppen und Vereine sowie bei den kirchlichen Einrichtungen bislang begleitet hat oder weiter begleiten wird. Dabei gibt es Aufgabenfelder wie die Schulseelsorge, für die Diakon Markus Mäurer vom Bistum eigens beauftragt wurde, und andere Dinge, die innerhalb des Teams abgesprochen werden müssen.

Einigkeit herrschte im Team darüber, dass es in einer Pfarrei Orte braucht, wo sich Menschen quer durch die Generationen treffen, austauschen und miteinander feiern, wie das früher bei Pfarrfesten und Neujahrsempfängen der Fall war. Auch die Frage, ob es in Zukunft einen „Tag des Ehrenamtes“ und feste Absprachen für den Fall einer Verabschiedung von Mitarbeitenden geben soll, die langjährig in bestimmten Feldern des Gemeindelebens aktiv waren, gehörten zu den Überlegungen, die das Team weiter mit den Gemeindegremien besprechen möchte.

Die Frage, wie eine Gottesdienstordnung rund um den Sonntag aussehen kann, die fünf Kirchen in Mettingen, Westerkappeln, Schlickelde, Lotte und Wersen im Blick hat, nahm längeren Raum bei den Beratungen ein; denn neben den Vorabendmessen am Samstag und den Messen am Sonntag gibt es für diese Tage viele andere Anfragen und Wünsche. So ist der Samstag im Laufe der Zeit ein beliebter Tag für Trauungen und Ehejubiläen geworden. Der Samstagvormittag ist immer wieder mit Beerdigungen belegt. Am Sonntag finden neben den Gemeindemessen auch Tauffeiern, Andachten und Konzerte statt. Hier wurde im Team überlegt, wie diese verschiedenen Wünsche und Erwartungen mit dem aktuell tätigen Seelsorgepersonal abgedeckt werden können; denn in Zukunft müssen sich an jedem Wochenende gleich zwei Personen aus dem Seelsorgeteam finden, die sich die Predigtdienste in den beiden Pfarreien teilen. An etlichen Sonntagen soll und wird es auch in Zukunft über die normalen Predigtdienste hinaus immer wieder speziell gestaltete Gottesdienste geben. Dabei muss man berücksichtigen, dass an vielen Wochenenden nicht alle Priester oder Pastoralreferenten vor Ort sind, bedingt durch Fahrten von Gruppen der Pfarrei, durch Vertretungsdienste im Dekanat sowie durch Urlaubs- und Krankheitszeiten.

All diese Überlegungen führen dazu, dass das Pastoralteam bei der aktuellen Gottesdienstordnung mit sechs Sonntagsmessen in den fünf Kirchen bleiben möchte und das so mit dem Pfarreirat besprechen wird. Sollte sich nach dem Auslaufen von Corona und nach der Öffnung aller Plätze in den Kirchen zeigen, dass die Zahl der Gottesdienste, die in den beiden Pfarreien angeboten werden, nicht ausreicht und dass der Bedarf bei den Gläubigen dauerhaft größer ist, müssen wir neu überlegen. Außerdem werden wir für besondere Feiertage oder an Tagen mit Erstkommunionfeiern oder Firmmessen überlegen, ob dann eine zusätzliche Messfeier notwendig ist. Auf jeden Fall soll nach dem Auslaufen der Coronaschutzverordnungen und nach einem Abklingen der Epidemie beobachtet werden, ob diese Vorstellung für die beiden Kirchengemeinden tragfähig ist. Wenn es notwendig wird, werden wir in Absprache mit den Pfarreiräten nachjustieren müssen.

Mit Planungen und konkreten Absprachen für die Wochen vor Ostern und rund um die Kar- und Ostertage endete die Klausurtagung des Seelsorgeteams.
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