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Der Tüötte


Der offene Blick verrät, dieser Mann ist ein Mann von Welt, gekleidet im typischen Wettermantel. Mit den Seehundfell-Stiefeln und dem Stock in der Hand verrät seine perfekte Kleidung, dass der Mann nicht zu den ärmsten Bewohnern Mettingens gehört. Es ist der Tüötte Alexander Meyknecht (*02.12.1810 …07.03.1874). Er war Schenkwirt, Kaufmann, führte die Postexpeditionsstelle und war einstiger Besitzer des Geschäftes Grotemeyer-Wiese. Das charakteristische Merkmal der volksverbundenen Tüöttenfamilien war deren Gemeinschaftsgeist auf die Blutsverwandtschaft und zugleich die religiöse Überzeugung. Alle Tüötten waren ausnahmslos katholisch.

Bei aller Weltoffenheit waren die wandernden Kaufleute von einer tiefen Liebe zu ihrer Heimat geprägt, in der sie ihre Frauen und heranwachsenden Kinder zurücklassen mussten. Die Tüöttenfrauen - über sie müsste ein besonderes Kapitel geschrieben werden - waren der große Rückhalt des umherziehenden Handelsmannes. Bestellung von Haus und Hof, Erziehung der Kinder und Leinenherstellung, alles lag in ihrer Hand. Das waren Gründe, die sicher dazu führten, dass die Tüötten auch nach Niederlassung in ihren Handelsgebieten nie den Kontakt zur Heimat verloren.
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