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Der Stall


„Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war.“ (Lk 2,7)

Ein typisches Heuerhaus der Bauerschaft Ambergen ist der Stall von Bethlehem in unserer Kirche. Damals war es Pastor Anton Mehring, der Anfang der 1930er-Jahre dem Krippenstall eine typische Mettinger Prägung geben wollte. Der Stall, in dem das Christkind zur Welt kommt, ist einem Mettinger Kleinod nachempfunden. Es ist das Heuerhaus der Familie Frehe das zum Boeckerschen Hof (Heute Georgshof / DPSG St. Agatha) gehörte. Das typische Heuerhaus aus dem 17. Jahrhundert, welches an der Schwarzen Straße  steht, wurde in den 1990er Jahren in rund 15.000 Arbeitsstunden von KAB-Mitgliedern umgebaut. Im Jahr 1999 war die offizielle Einweihung und seither trägt das Haus offiziell den Namen „Krippken“. Das denkmalgeschützte Fachwerkhaus ist seitdem das Vereinshaus der KAB St. Agatha.

Im Zuge der Renovierung des alten Krippenstalls unter Pastor Franz Reidick (1957/58) wurde das Stroh grün übergespritzt, sah aber nicht gut aus. Deshalb kam ein Jahr später neues Stroh aufs Dach.

Zum Weihnachtsfest 2012 erhielt die Heilige Familie in der St.-Agatha-Kirche einen neuen Stall. In akribischer Kleinarbeit fertigten Zimmermann Heinrich Bosse und Tischler Stefan Visse die Bleibe für die Heilige Familie getreu der alten Mettinger Krippe aus dem Jahr 1930 nach.

Wieder wurde es ein Nachbau des „Krippkens“.        

Den Neubau veranlassten die KAB-Turmwächter, die bis vor einigen Jahren zahlreiche Besucher mit auf den St.-Agatha-Kirchturm nahmen. In sechs Monaten Bauzeit fertigten die Holzbaufachleute den neuen Stall. Bis auf die Tatsache, dass der Nachbau im Maßstab etwas schmaler ist, kommt der Stall dem Vorgänger sehr nahe.

Für den Skelettbau, die vertikalen Hölzer, die Pfosten und die Querhölzer verwendeten die Fachmänner das Holz aus den Sitzflächen der ausrangierten Kirchenbänke.

109 weiße Fachwerkelemente fertigten die beiden Handwerker aus Sperrholz an und setzten sie ein. Der alte Stall hatte keine hölzernen Fachwerkelemente, sondern war nur mit Pappe gefüllt. Von hinten musste der alte Unterstand immer mit Tannen verdeckt werden. Beim genauen Hinsehen fallen die liebevollen Details auf, selbst eine Mistklappe und ein Schornstein gibt es im neuen Krippenstall. Selbst an das „Schiethüsken“ haben die beiden Mettinger gedacht.

Nachdem es früher sehr viel Arbeit war, den Stall aufzubauen gibt es heute nur noch vier Seitenteile, die ineinander rasten, oben aufgesetzt die aufwendig gebaute Dachkonstruktion - und die Herberge für die Heilige Familie ist fertig.
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