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Der Bergmann


In der Mettinger Krippe darf natürlich der Bergmann nicht fehlen. In der traditionellen Bergmannsuniform gekleidet, wurde der damalige Kirchenschweizer August Brüggemann vom Rohen Weg in der Bauerschaft Wiehe verewigt. Die Kirchenschweizer hatten und haben die Aufgabe, dafür zu sorgen, dass möglichst alle Kirchenbesucher einen Sitzplatz bekommen, die Kommunionausteilung würdevoll und geordnet abläuft und der Auszug aus der Kirche in Ruhe geschieht. 

Der Mettinger Bergmann steht für die vielen Bergleute, die der Ort über Jahrzehnte hervorgebracht hat. Die würdevolle Uniform wird heute noch zur Barbaramesse in der Kirche von vielen Bergleuten getragen. Traditionell wird die Barbaramesse in der St. Agatha Kirche am zweiten Advent gefeiert.

Zu der typischen, „schwarzen“ Uniform zählt der Bergkittel, eine Jacke mit schwarzem Tuch, Symbol für die Dunkelheit in den Stollen. Auf der originalen Tracht befinden sich 29 goldene Knöpfe (in der Krippe sind es schwarze Knöpfe), geprägt mit den Werkzeugen Schlägel und Eisen, die die Bergmänner zum Herausbrechen des Gesteins verwendeten. Die goldenen Knöpfe symbolisieren das Sonnenlicht. Zusätzlich nehmen sie auch Bezug auf die Legende der Schutzpatronin der Bergleute. Die 29 Knöpfe stehen für das Lebensalter der Heiligen Barbara, die der Legende nach im Alter von 29 Jahren von ihrem Vater enthauptet wurde. Beim Tragen dieser Tracht werden die obersten drei Knöpfe nicht geschlossen, ein Hinweis auf die Dreifaltigkeit (in ihrem Gefängnisturm ließ Barbara der Legende nach ein drittes Fenster einbauen). Auf den Ärmeln des Kittels befinden sich schwarze Fransen, Symbol für die Reservedochte für Öllampen und Zündschnüre für Sprengladungen, die man meist angebunden an den Ärmeln getragen hat. Auch das „Arschleder“ darf bei dieser Uniform nicht fehlen. Komplettiert wird die Tracht durch einen sogenannten Schachthut mit Federbusch. Ausgestattet ist unser Bergmann in der Krippe mit einem Häckel oder Barte und dem Grubenlicht.
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