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Osterkerze 2021

Osterkerze in der Kirche St. Agatha Mettingen
Osterkerze in der Kirche
St. Agatha, Mettingen



Auf der diesjährigen Osterkerze finden neben dem Fenster mit dem „guten Hirten“ traditionell ein Kreuz, die aktuelle Jahreszahl sowie die Buchstaben Alpha und Omega ihren Platz.

Auf dem Leuchter stehend symbolisiert die Osterkerze den erhabenen Christus als Sieger über den Tod, unseren guten Hirten, der für uns sorgt.
Osterkerze in der Kirche St. Mariä-Himmelfahrt, Schlickelde
Osterkerze in der Kirche
St. Mariä-Himmelfahrt, Schlickelde

Die großen Osterkerzen 2021

Die großen Osterkerzen in unseren Kirchen (St. Agatha Mettingen und St. Mariä-Himmelfahrt Schlickelde) sind das Symbol für den auferstandenen Christus. Mit dem dreimaligen Ruf: „Lumen Christi“, auf Deutsch „Christus das Licht“, beginnt die Auferstehungsfeier in der Osternacht. Der lateinische Ruf gibt die frohe Botschaft, den Triumph des Lichtes über die Finsternis, den Triumph des Lebens über den Tod, wieder.

Wir feiern in der Osternacht das zentrale Ereignis des christlichen Glaubens: die Auferstehung Jesu Christi. Die brennende Osterkerze ist Symbol des auferstandenen Herrn. Sie verkörpert die Gegenwart dessen, der sagt: „Ich bin das Licht der Welt“ (Joh 8,12). So wird die unsichtbare Gegenwart Christi, „der bei uns ist bis zum Ende der Welt“ (Mt 28,20), sichtbar und greifbar in der Gestalt der Osterkerze.
Kirchenfenster

"ICH BIN DER GUTE HIRT"

Kirchenfenster über dem Hauptportal im Turm der Pfarrkirche St. Agatha in Mettingen
 
Pastor Johannes Sandhofe (1964-1996 Pfarrer in St. Agatha, Mettingen) schreibt dazu im Buch „100 Jahre St.-Agatha-Kirche Mettingen“: 
„Bei unserem Weg im Alltag sind wir nicht alleine, sondern der gute Hirte ist unser Begleiter, wie es der Psalm 23 klassisch formuliert.“ 

Das Kirchenfensterbild ist in diesem Jahr auf den großen Osterkerzen abgebildet, die wieder von Claudia Keller handverziert wurden. Der Längsbalken entstand nach einem freien Entwurf der Künstlerin.
Kirchenfenster

Das Kirchenfenster

Das Fenster „Ich bin der gute Hirt“ in der St. Agatha-Kirche zeigt uns Jesus Christus als unseren Hirten. Ein Schaf liegt auf seinen Schultern und wird mit seiner rechten Hand gehalten. Er blickt liebevoll auf das Schaf, welches voll Vertrauen seinen Kopf an den Hirten anlehnt. Auf dem Kopf trägt er einen grünen Hirtenhut, der sehr an den Hut der Bischöfe erinnert. Gekennzeichnet ist Christus mit dem Strahlenkranz um seinen Kopf. In der linken Hand hält Christus den Hirtenstab, mit der er die Schafe zurückholen kann, die sich in Gefahr befinden. Der Hirtenstab symbolisiert gleichzeitig, dass Christus verantwortlich ist für die Lämmer und Schafe. Einige andere Schafe blicken zu ihm auf.

Im oberen Teil schaffen die beiden Engel die Verbindung zum Himmel und tragen gleichzeitig das Spruchband mit der Aufschrift: „Ich bin der gute Hirt“. Zudem sind vier Personen in festlichen Gewändern mit einem Heiligenschein zu sehen; ob es die Evangelisten oder ein Teil der Apostelschar oder Heilige aus den vergangenen 2000 Jahren sind, ist nicht belegt.

Bildauslegung

Der zentrale Mittelpunkt ist Jesus Christus, der Hirt, der die Schafe hütet. Die Schafe kennen die Stimme des Hirten und folgen ihm, wohin er sie führt. Der Hirte treibt die Schafe nicht von hinten an. Er geht ihnen voraus, um ihnen den Weg zu zeigen. Ein Hirt kümmert sich um seine Schafe. Er führt sie auf grüne Wiesen und zu frischem Wasser. Er führt sie sicher durch unwegsames Gelände. Und er beschützt sie vor jedem bösen Feind.

Der Hirte zählt seine Schafe, um sicherzugehen, dass keines verlorengegangen ist. Bei Jesaja in Kapitel 40, Vers 11 heißt es: „Wie ein Hirt weidet er seine Herde, auf seinem Arm sammelt er die Lämmer, an seiner Brust trägt er sie, die Mutterschafe führt er behutsam.“ Jedes Lamm ist dem Hirten wichtig. Er lässt selbst die Herde mit 99 Schafen im Stich, um ein verlorengegangenes wieder zurück zu holen.

Diese Zusage gilt auch in der heutigen Coronazeit. Unser Hirt Jesus Christus hat sich für unser ewiges Wohlergehen geopfert. Durch seinen Tod an Karfreitag und seine Auferstehung an Ostern hat er uns errettet. Die Beziehung zwischen dem Hirten und seinen Schafen ist eine besondere Beziehung, geprägt von Liebe und Fürsorge. Jesus sagt über sich im Johannesevangelium (Joh 10,11): „Ich bin der gute Hirt. Der gute Hirt gibt sein Leben hin für die Schafe.“ Er möchte, dass jeder von uns sicher und glücklich ist. So wie ein Hirt jedes Schaf kennt, so kennt auch Jesus jeden von uns. Wir alle sind ihm wichtig.

Das Osterkerzenmotiv

Vom Entwurf bis zur Fertigstellung

Erweiterung des Fensters zu einem vollständigen Bild
Erstellung der 12 Lämmer aus Wachs und Gestaltung mit flüssiger Wachsfarbe. Erstellung der Köpfe der 4 Evangelisten und der 2 Engel
Gestaltung des blauen Untergewandes mit Flammenwachs in drei Farbtönen
Gestaltung des Hirtenmantels in verschiedenen Rottönen mit marmoriertem Wachs
Vervollständigung des rechten Hirtenmantelteils
Untergrundgestaltung der grünen Wiese mit Wachs-auf-Wachs-Elementen
Strahlenförmige Anpassung an die Fensteroptik mit verschiedenen Wachsplatten
Finalisierung der Kerze. Aufsetzen der Elemente: Kreuz, Alpha, Omega und Jahreszahl. Einbringen der roten Wachsnägel.

Rund um die Kerze - Vom Docht zum Rohling

Die Osterkerze ist das sichtbare Symbol für den Auferstandenen, für den guten Hirten in unseren Kirchen. Die weiße Farbe der Kerze steht für die Hoffnung und das neue Leben. Sie hat, wie alle liturgischen Kerzen, einen bestimmten Anteil an Bienenwachs. Dies geht zurück auf die frühere Tradition, dass nur die edelsten Materialien für den liturgischen Gebrauch zu verwenden sind.

Unsere Osterkerzen werden in Hopsten in der Kerzenfabrik gezogen. Die Kerzen in der Pfarrkirche St. Agatha und in der Kirche St. Mariä-Himmelfahrt sind 120 cm bzw. 100 cm lang und haben jeweils einen Durchmesser von 10 cm.

Das Kerzenziehen ist eine der ältesten Techniken, um Kerzen herzustellen. Ursprünglich geschah es in Handarbeit, aber in den letzten Jahrzehnten wurde diese Fertigungsart immer weiter modernisiert und automatisiert. Heute werden in vielen Kerzenfabriken die Kerzen auf diese Art hergestellt. Die Zugmaschine besteht aus zwei Zugtrommeln von etwa 1,5 m Durchmesser. Sie sind im Abstand von 4 bis 5 Metern (halbautomatische Zugmaschine) oder im Abstand von etwa 10 Metern (kontinuierlich arbeitende Kerzenzuganlage) aufgestellt.

Über die Trommeln können mehrere hundert Meter Docht gewickelt und in einen Rundlauf versetzt werden. Die untere Dochtstrecke durchläuft ein Wachsbad, wobei der Docht jeweils eine Wachsschicht aufnimmt. Diese kühlt auf der weiteren Rundstrecke des Dochtes ab, bis er zum Wachsbad zurückkehrt. Damit wächst der Kerzenstrang ähnlich den Ringen eines Baumes bis zu dem gewünschten Durchmesser an.

Ist der erforderliche Durchmesser erreicht, wird der fertige Strang manuell oder automatisch von der Zugmaschine abgenommen. Eine zu diesen Anlagen entwickelte Schneid- und Fräsmaschine trennt den fortlaufend ankommenden Kerzenstrang auf die gewünschte Länge und transportiert die geschnittenen Stücke an eine Fräseinheit. Dort werden gleichzeitig der Kerzenkopf und der Fuß angefräst. Dieses Herstellungsverfahren wird überwiegend für Haushaltskerzen sowie für die qualitativ hochwertigen Altarkerzen verwendet. (Quelle: Kerzeninnung und Kerzenfabrik Jaspers)
Drei brennende Altarkerzen stehen vor einem Blumengesteck in der St.-Agatha-Kirche
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