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Audiodatei "Kleiner Gottesdienst zum Gründonnerstag"

gesprochen von Markus Mäurer 

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Kleiner Gottesdienst mit Markus Mäurer als MP3
22.831,05 KB
Liebe Christen!

Zunächst ein kurzer Hinweis.
Am heutigen Gründonnerstag geht es natürlich um die Eucharistie.
Und Sie denken vielleicht, ja, alles gut und schön, aber weil alle Gottesdienste ausfallen,
kann ich ja gar nicht kommunizieren, d.h. den Leib Christi empfangen.
Doch, es gibt eine Möglichkeit: Die geistliche Kommunion!

Wie geht das?

Ziehen Sie sich in Stille zurück, schauen Sie sich im Fernsehen eine Hl. Messe an,
oder feiern Sie selbst einen kleinen Gottesdienst, um sich ein wenig vorzubereiten.
Stellen Sie sich nun die Kommunion vor.
Schließen Sie die Augen und hören Sie mit dem Ohr Ihres Herzens,
wie der Priester zu Ihnen sagt: „Der Leib Christi!“
Und Sie öffnen sich mit Ihrem ganzen Herzen, mit Ihrer ganzen Seele dem Herrn und antworten:

Amen!“ – „So sei es!“

Für Gott ist nichts unmöglich!
Liebe Schwestern und Brüder!

Neben der Menschwerdung Gottes und der Auferstehung Jesu ist wohl die Eucharistie eines der größten Wunder! Die Eucharistie, die Selbsthingabe Gottes – an uns!
Um dieses Mysterium, dieses Geheimnis besser verstehen zu können, um besser verstehen zu können, was da eigentlich passiert,
und was wir tun können, hat mir ein Gebet sehr geholfen. In meinen Augen das wunderbarste, schönste Gebet überhaupt, ein Gebet, das in seiner Tiefe die gesamte Menschheit,
ja, das gesamte Universum durchdringt! Es ist das Abschiedsgebet Jesu aus dem Johannesevangelium, auch das Hohepriesterliche Gebet genannt
(wer es einmal nachlesen möchte,es steht im Johannesevangelium im 17. Kapitel Verse 1-26, ich kann es nur jedem ans Herz legen).

Der Sohn betet zu seinem Vater in dem Wissen, um die bevorstehende Kreuzigung, um Tod, Auferstehung und Verherrlichung.
Dieses Gebet ist eine reine Liebeserklärung an den Vater und an die Menschen – an uns – die ihm folgen wollen!
In diesem Gebet bündelt sich das gesamte Neue Testament!

So betete Jesus:
„Ich bitte aber nicht allein für sie, sondern auch für alle, die durch ihr Wort an mich glauben (werden).
Alle sollen eins sein, wie du, Vater, in mir bist und ich in dir, damit auch sie in uns eins sind und die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast.
Und ich habe die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, ihnen gegeben, damit sie eins sind, wie wir eins sind, ich in ihnen und du in mir.
So sollen sie zur vollendeten Einheit gelangen, damit die Welt erkennt, dass du mich gesandt und sie geliebt hast, wie du mich geliebt hast.
Vater, ich will, dass alle, die du mir gegeben hast, bei mir sind, wo ich bin, damit sie meine Herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast,
weil du mich schon vor der Erschaffung der Welt geliebt hast.
Gerechter Vater, die Welt hat dich nicht erkannt; Ich aber habe dich erkannt und sie haben erkannt, dass du mich gesandt hast.
Ich habe ihnen deinen Namen kundgetan und werde ihn weiterhin kundtun, damit die Liebe, mit der du mich geliebt hast, in ihnen ist und auch ich in ihnen.“

Jesus spricht hier also ausdrücklich vom „Einssein“, nicht nur als soziale Größe, sondern als Wirklichkeit!
So wie der Vater und der Sohn eins sind, so sollen wir auch mit Christus „Eins“ sein, ja, alle sollen „Eins“ sein!
Und dieses Einssein, diese Vereinigung mit Gott ist die wahre Kommunion!
Dies kann natürlich nur dann geschehen, wenn wir dazu bereit sind, wenn auch wir – so wie der Sohn sich uns – uns dem Sohn hingeben,
in Liebe, freiwillig, denn die wahre Liebe zwingt nie, sie ist demütig und selbstlos. Dies ist der tiefe und eigentliche Sinn der Eucharistie, vergegenwärtigt in der Hostie auf der Hand und als geistliche Kommunion, die Vereinigung mit Christus! Was kann unsere Antwort sein auf so viel entgegenkommende Liebe, auf die Selbsthingabe des Sohnes?
Eine Antwort darauf kann uns das Ehesakrament geben. Mann und Frau sagen „Ja“ zueinander und zu Gott, der die Liebe ist.
Und genau um dieses „Ja“ geht es, so wie auch Maria damals auf die Botschaft des Engels „Ja“ gesagt hat.
Alle Sakramente erfordern dieses „Ja“, besonders auch das Sakrament der Eucharistie. Während der Eucharistie begegnet der kleine Liebende dem Großen Liebenden, von dem er ganz durchdrungen wird! Wenn also Christus zu ihnen kommt und um Einlass bittet, dann antworten Sie mit ihrem Herzen, mit ihrer Seele, mit Ihrer ganzen Person:

„Ja“!
 

Ein letzter Gedanke noch:

Diese Kommunion, diese Gemeinschaft, diese Vereinigung mit Gott ist aber nicht nur ein lokales Ereignis bei einem Menschen, sondern hat auch eine universale Bedeutung.
Als Jesus die Worte „Dies ist mein Leib“ aussprach, hat er, nicht nur über das Brot unmittelbar vor seinen Augen geredet, sondern über das gesamte Universum, über alles,
was körperlich, materiell und dennoch geisterfüllt ist. Alles und Jeder gehört zum Leib Christi. Wenn der Priester im Hochgebet diese Worte spricht, spricht er sie nicht nur über Brot und Wein, sondern er spricht auch die versammelte Gemeinde an. Der Heilige Augustinus hat gesagt, wir müssten das Volk Gottes so lange mit dem Leib Christi speisen, bis die Menschen begreifen, dass sie sind, was sie essen!
Und das sie sind, was sie trinken!
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