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"Eine kurze Betrachtung der Kar- und Ostertage auf die heutige Zeit"

Audiodatei gesprochen von Markus Mäurer

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Eine kurze Betrachtung der Kar- und Ostertage auf die heutige Zeit
(der sogenannten „Coronakrise“).


Palmsonntag, Gründonnerstag, Karfreitag und Ostern selbst,
die vier großen Tage / Ereignisse der Karwoche
spiegeln auch ein wenig – wenn man so will- die Ereignisse im Hier und Jetzt,
der Krisensituation unserer Welt wider.

Der Palmsonntag steht hier für die Zeit vor dem Ausbruch.
Jesus zieht in Jerusalem ein, es herrscht Ausgelassenheit, Jubel und Freude,
und auch wir genossen das Leben in vollen Zügen.
Aber dem Palmsonntag liegt schon die Passionsgeschichte zugrunde,
und auch wir sahen voll Befremden und Angst die ersten Schreckensbilder aus China.
Und ja, wir hörten die Mahnungen vieler kleiner und großen „Propheten“,
die die Welt warnten vor einer reinen Spaß-, Konsum- und Egogesellschaft,
wo nicht mehr Gott sondern der Euro auf dem Thron sitzt.
Einige sprachen sogar von einer Zeit der Dekadenz,
einer Zeit auf jeden Fall, in der auch wir bei weitem über unsere Verhältnisse lebten.

Dann folgt der Gründonnerstag, Jesus feiert „Zuhause“ mit seinen besten Freunden,
den Aposteln (seiner geistigen Familie) das letzte Abendmahl.
„Bleibt Zuhause“, zieht euch zurück, werdet still und überlegt,
was wirklich wichtig ist im Leben!
Wendet euch wieder mehr Gott zu, den man vielleicht im Alltag der letzten Jahre
aus den Augen verloren hat.
Ja, auf jeden Fall bekommt die Familie wieder einen neuen Stellenwert.
Tragbare Beziehungen, Verständnis, Respekt, Geborgenheit, Sicherheit,
Vertrauen, Treue sind gefragt.
Aber wie der Verrat des Judas, so stellen auch wir fest, dass es Beziehungen gibt,
die in der Not nicht tragen, Menschen, die sich abwenden, nur an sich denken –
man fühlt sich im Stich gelassen, man fühlt sich verraten.

 Dann folgt der Karfreitag.
Um es direkt deutlich zu sagen, es ist nicht Gott, der die Menschen bestraft –
es würde auch seinem Wesen der Liebe, der Güte und der Barmherzigkeit widersprechen!
Der Karfreitag zeigt das Ausmaß des Leides, des Schmerzes, des Todes.
Aber es gibt auch viele Menschen (Veronika), die sich ihres Menschseins erinnern
und in die Nächstenliebe gehen (Dank ihnen allen).
Oft wird gefragt, warum Gott das zulässt, warum er nicht eingreift.
Die von Gott selbstgesteckte Grenze ist die Freiheit des Menschen.
Gott ist kein Diktator, er will keine Marionetten, darum ist die Freiheit
des Menschen so groß, dass er sich sogar gegen seinen Schöpfer entscheiden kann.
Und trotzdem greift Gott ein, im Verborgenem,
an jedem Tag ist unsere Welt voller Wunder, man muss mit dem Herzen nur genau hinschauen!

Wo ist also Gott?

Das zeigt uns der Karfreitag! Er ist bei den Menschen, die unter dem Kreuz stehen,
bei ihren Schmerzen, Krankheiten und Leiden, ja er selbst hängt voller Schmerzen am Kreuz.
Er leidet mit uns, fühlt mit uns (Menschwerdung Gottes), er sitzt bei uns am Krankenbett
und hält in Liebe unsere Hand.
„Wenn ich erhöht bin, werde ich alle an mich ziehen“!

Aber liebe Christen, es ist nicht die Apokalypse, die Welt geht nicht unter!
Nach dem Karsamstag, nach der Zeit der scheinbaren Abwesenheit Gottes,
feiern wir das Osterfest!

 Jesus Christus erweist sich als der Sohn Gottes.
Er besiegt den Tod, nicht nur für sich sondern für uns alle!
Ostern, die Auferstehung Jesu ist ein Freudenfest des Lebens!

„Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben“!

Dies ist unsere Hoffnung, unser Glaube, unsere Liebe.
Auch diese Krisenzeit geht vorüber, die Welt wird nicht untergehen.
Hoffen wir, dass wir alle ein wenig daraus lernen!
Jesus lebt, und auch wir werden leben!

Christus ist wahrhaft auferstanden! Halleluja

In Christus verbunden

Ihr Diakon Markus Mäurer
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